Kraj in
njegov
spomin

Das Gedächtnis des Ortes

Das Ereignis findet statt am
6. 11. se bo dogajalo

Zwei Sessel unter einem Sonnenschirm – auf diesem ist zu lesen: »Das Ereignis findet statt am 6. 11. se bo dogajalo«. Diese Installation war 2015 Teil der ersten Veranstaltung im Rahmen der INTERFERENZEN im Loibltal. Eigentlich war das Objekt als bewusste Komposition für Gäste schwer erkennbar – in ihrer Ausführung war sie doch »zwei Klappsessel« (die gab es schon längere Zeit beim Haus), ein »in den Boden gesteckter Sonnenschirm« (den kauften wir für den Anlass neu) und geschuldet der sehr kurzen Vorbereitungszeit, im Nachhinein gesehen aber auch stimmig: der mit Sicherheitsnadeln auf den Sonnenschirm befestigte Schriftzug in mehreren Teilen.

Waren es 2015 gerade mal drei Wochen Zeit, in denen meine Schwester Renate und ich beschlossen das Elternhaus unseres Vaters in Loibltal/Brodi 1 zu öffnen und in einem öffentlichen Rahmen »unsere« Geschichte zur Diskussion zu stellen, so hat fünf Jahre – eine wesentlich breitere Auseinandersetzung und 25 Episoden* – später diese Installation für mich noch immer Gültigkeit und Bedeutung in ihrer Aussage und Funktion.

Unser Jahrestag

Heute jährt sich das Ereignis zum 75. Mal. 6. November 1945 – der Tag der Heimkehr meines Großvaters Paul ins Loibltal, nachdem er sich am 14. August 1944 den Partisanen angeschlossen hat und die Familie seither nichts von ihm wusste. Mein Vater erzählt, dass sie mit Fackeln von der Messe nach Hause gegangen seien und da wäre sein Vater plötzlich wieder da gewesen, am Tag des hl. Leonhard, dem Patron der Loibltaler Kirche. Das glückliche Ende einer großen Ungewissheit innerhalb der kleinen Familie. Ein Familien-Feiertag, den mein Vater immer wieder erwähnte.

Und wie wir es im Rückblick sehen: für meinen Großvater Paul der Anfang einer Entwürdigung aufgrund des notwendigen Ringens um Akzeptanz und Anerkennung für sein Handeln innerhalb seiner Ortsgemeinschaft im Loibltal – die, wenn wir den Maßstab ändern, exemplarisch für viele Orte Österreichs war.

Ausstellung | Razstava | Festival  
23. Juli|j – 11. Oktober 2020

Prisotnost preteklega | Ein Ver · gegenwärtigungs · projekt


Mein Großvater Paul wurde am 18. Juni 1900 geboren, als sechstes Kind von Neža und Miha Kohlnprat. Im kleinen Zimmer mit dem Fenster zum Bach, in Loibltal/Brodi 1. Als seine Mutter starb war er gerade mal fünf. Es heißt, er hätte keine Erinnerung an seine Mutter gehabt. – seine älteste Schwester Mici siebzehn

Title

Lorem ipsum dolor sit amet, consectetur adipiscing elit, sed do eiusmod tempor incididunt ut labore et dolore magna aliqua. Ut enim ad minim veniam, quis nostrud exercitation ullamco laboris nisi ut aliquip ex ea commodo consequat.

  • Mein Großvater Paul wurde am 18. Juni 1900 geboren, als sechstes Kind von Neža und Miha Kohlnprat. Im kleinen Zimmer mit dem Fenster zum Bach, in Loibltal/Brodi 1. Als seine Mutter starb war er gerade mal fünf. Es heißt, er hätte keine Erinnerung an seine Mutter gehabt. – seine älteste Schwester Mici siebzehn

  • Title

    Lorem ipsum dolor sit amet, consectetur adipiscing elit, sed do eiusmod tempor incididunt ut labore et dolore magna aliqua. Ut enim ad minim veniam, quis nostrud exercitation ullamco laboris nisi ut aliquip ex ea commodo consequat.